Personen auf Gruppenfoto: v.l.n.r.: Christian Hess / IsarFunk, Thomas Hampel / Polizeipräsident München, Sybille Stöhr / Vorsitzende der Taxikommission, Dominik Krause / Zweiter Münchner Bürgermeister , Alexander Kreipl / ADAC Südbayern, Georg Dunkel / Mobilitätsreferat, Andreas Schön / ADFC, Marc Borucki / Signal Iduna, Sofie Langmeier / Stadträtin , Gudrun Lux / Stadträtin, Eva Mahling / ADFC Person auf Einzelfoto: Marc Borucki / Signal Iduna

München, 18.03.2026 – An der Initiative „Mehr Achtung“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats beteiligen sich seit Mittwoch auch 150 Taxis der Münchner Taxizentrale IsarFunk. Auf speziellen Kopfstützenbezügen wird der Fahrgast an den Schulterblick beim Aussteigen erinnert. Damit zielt die Aktion auf die Prävention von „Dooring-Unfällen“.

„Dooring“ bezeichnet gefährliche Kollisionen zwischen Radfahrenden und plötzlich geöffneten Autotüren, meist beim Aussteigen am Fahrbahnrand. Diese Unfälle führen häufig zu schweren Verletzungen oder Stürzen. Mit seinen vielen Ausstiegssituationen täglich ist das Taxi besonders von der Dooring-Gefahr betroffen.

Zur Kick-Off-Veranstaltung auf dem Marienplatz vor dem Münchner Rathaus war ein IsarFunk Taxi mit monerten Kopfstützenbezügen ausgestellt.

An den Kosten für die Herstellung der 300 Kopfstützen-Bezüge hatte sich der Versicherer Signal Iduna beteiligt. Dessen Vertreter Marc Borucki betont das Interesse des ältesten Taxiversicherers Deutschlands, hiermit einen aktiven Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten.

Appell des ADFC

Der Kampagnenstart fand großes Interesse bei der Interessenvertretung der gefährdetsten Verkehrsteilnehmer. Mit Andreas Schön und Eva Mahling waren zwei Vorstände des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Kreisverband München e. V. vor Ort.

Andreas Schön, 1. Vorsitzender, sagte:

„Wir begrüßen diese Initiative von IsarFunk und Signal Iduna ausdrücklich – Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Dooring-Unfälle sind keine Bagatelle: Eine unachtsam aufgestoßene Autotür kann für Radfahrerinnen und Radfahrer schwere Verletzungen oder sogar den Tod bedeuten. Der Schulterblick vor dem Aussteigen kann Leben retten – genau dafür zu sensibilisieren, ist richtig. Nachhaltig reduzieren lassen sich Dooring-Unfälle aber vor allem durch die Verankerung des ‚holländischen Griffs’ in der Fahrausbildung. In den Niederlanden ist es gelebte Praxis, die Autotür mit der von der Tür abgewandten Hand zu öffnen. Dabei dreht der Oberkörper automatisch nach hinten zum Schulterblick und erleichtert das sichere Türöffnen. Dooring-Unfälle vermeiden lassen sich zudem durch gute Radwegführungen, die Radfahrende aus der Tür-Zone heraushalten und durch den Einbau von Türwarnsystemen. Die heutige Aktion ist ein wichtiger Schritt, dem weitere folgen müssen.”

Breite Unterstützung

Auch aus dem Rathaus kam Unterstützung. So ließen sich der zweite Bürgermeister Dominik Krause, die Stadträtin Sybille Stöhr und der Leiter des Mobilitätsreferates, Georg Dunkel, vor Ort über die Einzelheiten der Kampagne informieren.

Für die Münchner Polizei, Profi in der Präventionsarbeit, zeigte Polizeipräsident Thomas Hampel persönlich Flagge.

Aus dem Kreis der Kampagnenpartner „mehr Achtung“ erschienen die Verkehrsexperten Alexander Kreipl und Frederik Sperber vom ADAC Südbayern e.V., die über die Aktion hinaus flächig vorgeschriebene Techniklösungen durch die Autohersteller fordern.

Christian Hess, Geschäftsführer der IsarFunk Taxizentrale, wertet die Kickoff-Veranstaltung als vollen Erfolg:

„Das große Interesse aus Politik und Verbänden bestärkt uns darin, uns weiter für ein gutes Miteinander und mehr Umsicht auf Münchens Straßen einzusetzen. Unser Ziel ist es, noch mehr Taxis mit Dooring-Hinweisen auszurüsten. Zugleich sensibilisieren wir neue Taxifahrer in unseren Schulungen für das Thema.“

Über die IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co. KG

IsarFunk ist eine renommierte Taxizentrale mit Sitz in München. Nach ihrer Gründung im Jahr 1998 hat sie sich schon früh als zuverlässiger Partner für individuelle Personenbeförderung etabliert. Seit 2003 ist IsarFunk der Vertragspartner der Flughafen München GmbH und damit für die Bewirtschaftung der Taxistandplätze und Taxispeicher am Flughafen München verantwortlich. Als engagierter Befürworter der Elektromobilität nahm IsarFunk 2011 das erste E-Taxi Deutschlands in Betrieb.

Für Rückfragen, Interviewanfragen und Bildmaterial:
Jürgen Dinter, Leiter Kundenbetreuung und Vertrieb
Tel. +49 89 45054-118 juergen.dinter@isarfunk.de

Marc Borucki von der Signal Iduna (Bildrechte: Taxi Times)