Berlin/München. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen begrüßt die aktuellen Entwicklungen in München zur Einführung von Mindestbeförderungsentgelten (MBE) für den Mietwagenverkehr ausdrücklich. Mit dem jüngsten Beschluss der Taxikommission, Mindestpreise für Plattformanbieter wie Uber und Bolt vorzusehen, ist ein entscheidender Schritt hin zu fairen Wettbewerbsbedingungen erfolgt. Er soll noch diesen Monat durch den Kreisverwaltungsausschuss und den Stadtrat der Landeshauptstadt bestätigt werden.
Die geplanten Regelungen sehen unter anderem verbindliche Mindesttarife für Fahrten vor und greifen damit ein zentrales Problem des Marktes auf: den bislang bestehenden Preiswettbewerb zulasten regulierter Taxiangebote. In der Vergangenheit lagen die Preise von Plattformanbietern teils deutlich unter dem Taxiniveau, was zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen geführt hat.
„Die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten ist nun endlich auch in München auf den Weg gebracht. Das ist ein starkes Signal für fairen Wettbewerb und die Zukunft der urbanen Mobilität“, erklärt Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen. Der Bundesverband sieht München als wichtigen Meilenstein in einer bundesweiten Entwicklung: Immer mehr Städte erkennen die Notwendigkeit, klare Rahmenbedingungen für den Wettbewerb zwischen Taxi- und Mietwagenverkehr zu schaffen. Ziel ist es, die Daseinsvorsorge durch das Taxi zu sichern und gleichzeitig ruinösen Preiswettbewerb zu verhindern.
„Wir rechnen damit, dass noch in diesem Jahr mindestens zehn Städte Mindestbeförderungsentgelte eingeführt haben werden – darunter mit München und Köln zwei von vier deutschen Millionenstädten“, so Oppermann weiter.
Die Einführung von Mindestentgelten trägt dazu bei, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Innovation und Regulierung zu schaffen. Sie schützt nicht nur die wirtschaftliche Grundlage der Taxiunternehmen, sondern sorgt auch für verlässliche und nachhaltige Mobilitätsangebote in den Städten.
Der Bundesverband wird die weiteren politischen Prozesse in München und anderen Städten konstruktiv begleiten und sich weiterhin für faire Wettbewerbsbedingungen im Personenbeförderungsmarkt einsetzen.
Über die Ergebnisse der Taxikommission hatte bereits die Süddeutsche Zeitung berichtet: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-uber-bolt-mindestpreis-taxi-li.3469847