Berlin. Im Rahmen einer Gesprächsrunde des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) haben sich Vertreter des Bundesverbands Taxi und Mietwagen (BVTM) mit Verkehrsminister Patrick Schnieder über die Zukunft des Taxi- und Mietwagengewerbes ausgetauscht. Für den Verband nahmen Michael Oppermann und Floris Cooijmans an dem Treffen teil. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen durch autonomes Fahren, die Evaluierung der PBefG-Novelle von 2021 sowie die stärkere Einbindung des Taxi-Mittelstands in den öffentlichen Nahverkehr.

Michael Oppermann machte Minister Schnieder deutlich, dass für den künftigen Einsatz autonomer Fahrzeuge ein klarer Rechtsrahmen erforderlich ist. Robotaxis müssten in die bestehende Personenbeförderung integriert und nach klaren Regeln betrieben werden. Beispielsweise würden die derzeit geltenden Vorschriften für Taxis auch einen guten Rechtsrahmen für autonome Taxis bilden.

Zugleich forderte der Bundesverband Taxi und Mietwagen beim gestrigen Netzwerktreffen, die Auswirkungen der PBefG-Novelle auf Taxi- und Mietwagenverkehr in die laufende Evaluierung einzubeziehen. „Das Taxigewerbe steht weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Eine Evaluierung, die diesen Bereich ausspart, greift zu kurz“, erklärte Oppermann.

Auch die Rolle von Taxis im öffentlichen Nahverkehr wurde thematisiert. Der Verband sprach sich dafür aus, bestehende mittelständische Strukturen stärker für On-Demand-Verkehre zu nutzen. Insbesondere im ländlichen Raum könnten Taxen Mobilitätsangebote effizient und kostengünstig ergänzen.

Der Bundesverband bewertet den Austausch mit Minister Schnieder als konstruktiv und wird die Gespräche zu den angesprochenen Themen fortsetzen.