Berlin. Die politische Diskussion über eine mögliche Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs betrifft das Taxi- und Mietwagengewerbe in besonderem Maße. Um die Bedeutung dieser Beschäftigungsform für unsere Branche mit belastbaren Zahlen zu unterlegen, hat der Bundesverband Taxi und Mietwagen eine Unternehmerbefragung durchgeführt.
An der Befragung im Juli und August 2026 haben 257 Taxi- und Mietwagenunternehmer teilgenommen. Die Ergebnisse sind eindeutig:
- 94 % der befragten Betriebe beschäftigen Minijobber.
- In rund einem Drittel der Betriebe stellen Minijobber sogar die Mehrheit der Belegschaft.
- Besonders wichtig sind Minijobber für Wochenendschichten (65,7 %), die Schülerbeförderung (49,4 %) und Nachtschichten (33,5 %).
- Besonders häufig arbeiten Rentner (82,1 %) im Minijob; daneben spielen diese Beschäftigungsverhältnisse insbesondere für Frauen (36,3 %) und Menschen mit Migrationshintergrund (24,8 %) eine wichtige Rolle.
- Rund 80 % der Unternehmer sehen in einer Abschaffung des Minijob-Sonderstatus ein großes Problem für das Taxi- und Mietwagengewerbe.
- Rund zwei Drittel sehen dadurch sogar die Existenz ihres eigenen Betriebs unmittelbar bedroht.
- Rund 80 % erwarten eine Verschlechterung des Mobilitätsangebots, insbesondere zu Nacht- und Randzeiten.
- Lediglich 8 % halten die Reform für richtig, während 87 % sie ablehnen.
Die Ergebnisse zeigen damit sehr deutlich: Minijobs sind für viele Taxi- und Mietwagenunternehmen ein unverzichtbares Instrument, um insbesondere Verkehrsangebote zu Randzeiten und bei speziellen Verkehren aufrechterhalten zu können.
Der Bundesverband nimmt die Ergebnisse zum Anlass, sich intensiv in seinem zuständigen Ausschuss mit der Thematik und den möglichen Folgen für die Branche zu befassen. Gleichzeitig nutzen wir unsere politischen Kontakte auf Bundesebene, um die besonderen Belange des Taxi- und Mietwagengewerbes in die laufenden Beratungen einzubringen und auf die politischen Entscheidungsprozesse Einfluss zu nehmen.