Kassel. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e. V. hat auf einer zweitägigen Klausurtagung seines Vorstands in Kassel die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre geschärft. Im Mittelpunkt standen dabei zwei zentrale Vertiefungsthemen: die Zukunft der Krankenfahrten sowie die stärkere Positionierung des Gewerbes im gesamtgesellschaftlichen Mobilitätsdiskurs.

Die Tagung markierte zugleich einen wichtigen Meilenstein für den neu gewählten Vorstand. Ziel war es, gemeinsame Leitlinien zu entwickeln, wie der Bundesverband die Interessen des Taxi- und Mietwagengewerbes künftig noch wirksamer vertreten und aktiv an der Gestaltung moderner Mobilität mitwirken kann.

„Wir werden nicht aufhören, die Probleme und Herausforderungen klar zu benennen – aber wir dürfen dort nicht stehen bleiben“, betonte Gregor Beiner, Präsident des Bundesverbands Taxi und Mietwagen. „Unsere Unternehmen liefern tagtäglich Lösungen für mobilitätspolitische Herausforderungen der Zukunft. Diese Antworten müssen wir stärker beschreiben, selbstbewusster vertreten und positiv erzählen.“

Am ersten Tag der Klausurtagung arbeiteten die Vorstandsmitglieder in Gruppen intensiv an den Leitfragen, wie das Gewerbe stärker Teil des öffentlichen Mobilitätsdiskurses werden kann und wie sich die Rahmenbedingungen für Krankenfahrten nachhaltig verbessern lassen. Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum zusammengeführt und diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie sich das Taxi- und Mietwagengewerbe angesichts technologischer, politischer und gesellschaftlicher Veränderungen weiterentwickelt – und wie der Bundesverband seine Strukturen und Angebote zukunftsfähig ausrichten kann.

„Wir müssen unsere Stärken wieder mehr in den Vordergrund stellen und Freude daran vermitteln, die Kraft unseres Gewerbes für die Mobilität der Menschen einzubringen“, so Beiner weiter. „Dazu gehört auch, dass wir mehr positive Geschichten erzählen – über Verlässlichkeit, soziale Verantwortung und die Rolle unserer Unternehmen als unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge. Auch der innovative Grad der Digitalisierung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Und wir blicken nach vorne und fragen uns täglich, was wir noch besser machen können, wie und mit wem.“

Der zweite Tag der Klausurtagung stand im Zeichen der konkreten Umsetzung: Diskutiert wurde mögliche Ansätze zur Anpassung des Personenbeförderungsrechts ebenso wie die inhaltliche und organisatorische Planung für das Jahr 2026, einschließlich Veranstaltungen und Verbandsarbeit. Beiner: „Unsere politischen Ziele spiegeln sich in unserer Veranstaltung direkt wider: Wir werden über die reinen Taxithemen hinaus uns stärker als bislang in gesamtgesellschaftliche Fragen einbringen, von der Zukunft des ÖPNV über neue, integrierte Mobilitätslösungen in der gesamten Kette bis hinein in die Gesundheitspolitik.“

Mit der Klausurtagung in Kassel hat der Bundesverband Taxi und Mietwagen einen klaren Startpunkt für die Arbeit des neuen Vorstands gesetzt – mit dem Anspruch, das Gewerbe zu stärken und konstruktiv, lösungsorientiert und sichtbar in die Mobilitätsdebatten der kommenden Jahre einzubringen.

Fotos: Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. / Sonja Rode