Frankfurt. Das Bahntaxi-Projekt von Taxi Deutschland, FMS Systems sowie dem Bundesverband Taxi und Mietwagen wird spürbar weiterentwickelt. Mit einer Reihe von organisatorischen und abrechnungstechnischen Verbesserungen werden Abläufe vereinheitlicht, Vergütungen angepasst und insbesondere die Situation für Taxiunternehmen außerhalb der Großstädte deutlich verbessert. Ein zentraler Schritt ist die vollständige Umstellung auf digital einlesbare Bahntaxi-Gutscheine. Analoge Gutscheine ohne QR-Code gehören der Vergangenheit an. Damit entfällt für Taxiunternehmen die bislang notwendige parallele Abwicklung unterschiedlicher Verfahren – die Abrechnung wird einfacher, transparenter und zukunftssicher. „Mit dem einheitlichen digitalen Prozess schaffen wir endlich klare und verlässliche Strukturen für alle Beteiligten. Das ist ein wichtiger Meilenstein für das Bahntaxi und ein starkes Signal an das gesamte Taxigewerbe“, sagt Marten Clüver, Vorstandsvorsitzender von Taxi Deutschland.

Faire Vergütung – gerade abseits der Ballungsräume

Ein besonderer Fokus der Weiterentwicklung liegt auf dem ländlichen und suburbanen Raum. Dort waren Bahntaxi-Fahrten in der Vergangenheit nicht immer adäquat. Dieses Problem wurde nun gemeinsam mit der Deutschen Bahn gelöst:
Fahrten bis 50 Kilometer werden künftig grundsätzlich nach Taxameter vergütet. Bei Fahrten über 50 Kilometer greift der Rahmenvertragspreis. Damit wird die Annahme von Bahntaxi-Gutscheinen auch außerhalb großer Bahnhöfe wirtschaftlich noch attraktiver.

Die neuen Vergütungsregeln sorgen dafür, dass Bahntaxi-Fahrten überall zuverlässig abgerechnet werden können – unabhängig vom Standort. Das ist ein entscheidender Schritt für die Akzeptanz im ländlichen Raum“, betont Robert Abel, Geschäftsführer bei FMS.

Abrechnungsgebühren: realistisch und gerecht

Auch bei den Abrechnungsgebühren gibt es eine wichtige Korrektur: Eine erhöhte Abrechnungsgebühr fällt künftig nur noch dort an, wo tatsächlich eine digitale Anbindung möglich ist. In Regionen ohne digitale Anbindungsmöglichkeit bleibt es bei der regulären, deutlich niedrigeren Gebühr. Damit werden strukturelle Nachteile kleinerer Standorte konsequent berücksichtigt.

Parallel dazu wird die Abrechnungsstruktur vereinfacht. Für die sogenannte „suburbane Flotte“ übernimmt künftig Taxi Deutschland die zentrale Abrechnung. Die bisherige, teils unübersichtliche Regionalstruktur wird damit aufgelöst.

Unser Ziel ist ein Bahntaxi-System, das für alle Taxiunternehmen funktioniert – egal ob in der Metropole oder im ländlichen Raum. Die jetzigen Änderungen bringen mehr Fairness, weniger Bürokratie und eine klare Perspektive in Richtung vollständiger Digitalisierung“, erklärt Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen.

Klare Perspektive: bundesweit digital

Das Bahntaxi-Team arbeitet bereits an Lösungen für eine bundesweit vollständig digitale Abwicklung. Sobald diese verfügbar sind, soll die digitale Abrechnung auch außerhalb der großen Städte zum Regelfall werden.

Mit den aktuellen Verbesserungen unterstreicht das Projekt einmal mehr die Rolle des Taxigewerbes als verlässlicher Partner der Deutschen Bahn – und als gestaltender Akteur moderner, digitaler Mobilität im Interesse der Fahrgäste.

Weitere Informationen: www.bundesverband.taxi/bahnpartner